Mein Lofoten-Roadtrip im Herbst

Auf dem Foto steht eine Person in warmer Outdoorbekleidung an einem skandinavisch wirkenden Hafen. Sie trägt eine dicke Strickmütze und eine wetterfeste Jacke, ideal für das kühle Klima Nordnorwegens oder einer ähnlichen Fjordregion. Hinter ihr liegen ruhiges Wasser, kleine Boote, Holzanleger und majestätische Hügel, die in das weiche Licht des frühen Abends getaucht sind. Die Szenerie vermittelt typische Nordland-Atmosphäre: klare Luft, weite Natur, Fjorde und ein stimmungsvoller Himmel – perfekt für Reisethemen rund um Norwegen, Fjordlandschaften oder Outdoor-Abenteuer.

Norwegen im Herbst – das klingt nach Nebel, Wind und wilden Wellen. Doch wer zu dieser Jahreszeit auf den Lofoten unterwegs war, weiß: Der Herbst dort ist magisch. Zwischen goldgelben Birken, fast leeren Straßen und tanzenden Nordlichtern zeigt sich der Norden von seiner stillsten und zugleich schönsten Seite.

Genau das durfte ich erleben – auf einer achttägigen Autoreise über die Lofoten, organisiert von Wolters Rundreisen. Ein besonderes Highlight: Bei der Buchung kann man sein Lieblingshotel aus einer Vorauswahl selbst wählen. So konnte ich mir einen kleinen Traum erfüllen und endlich in einem echten Rorbuer übernachten – den traditionellen, rot gestrichenen Fischerhütten, die heute liebevoll restauriert und zu gemütlichen Unterkünften direkt am Wasser umgebaut wurden. Warmes Holz, große Fenster mit Blick aufs Meer und dieses unverwechselbare Lofoten-Gefühl. 

Danielle, Content Creatorin

Tag 1: Anreise - Der Beginn eines kleinen Abenteuers

Um 4:17 klingelte mein Wecker, denn ich musste früh morgens mit dem Zug nach Oslo fahren. Es war noch dunkel, als ich am Bahnhof stand. Mein Ziel: die Lofoten. Nach einem kurzen Inlandsflug nach zum Flughafen Evenes begann mein Abenteuer. 
Schon beim Landeanflug konnte ich die Landschaft, die in goldene Herbstfarben getaucht war, bewundern. Gelbe Birken, mystische Fjorde und Nebelschwaden zierten meine Ankunft. Direkt am Flughafen konnte ich meinen Mietwagen übernehmen, was das perfekte Fortbewegungsmittel für die Lofoten ist. Mein erstes Hotel war in Harstadt und lag direkt am Hafen. Besonders begeistert hat mich das Frühstücksbuffet: norwegischer Lachs, frisches Obst, hausgemachtes Granola und ein echt guter Kaffee. 

Eine Walfluke ragt aus dem dunklen Meer vor der Küste Norwegens, während der Wal zum Tieftauchen ansetzt. Das Wasser spritzt leicht auf und der Himmel ist grau bewölkt – eine typische Szene einer Walbeobachtung in Nordnorwegen.

Tag 2: Whale Watching auf Andøya & Stokmarknes

Der Tag startete spontaner als geplant: Am Vorabend hatte ich eine Whale-Watching-Tour auf Andøya gebucht. Die Fahrt dorthin führte durch herbstliche Täler und vorbei an klaren Seen. In Andenes erwartete mich das offene Meer – und eines meiner Reisehighlights. Nach einer Stunde zeigte sich tatsächlich ein Pottwal. Ein unbeschreiblicher Moment!

Zurück an Land ging es weiter nach Stokmarknes. Im Hurtigrutenmuseum tauchte ich in die Geschichte der berühmten Postschiffe ein – hier wurde das Unternehmen vor 120 Jahren gegründet. Mein Hotel lag direkt am Wasser, perfekt für kleine Spaziergänge. Zum Abschluss wärmte ich mich im gemütlichen Mormors Café bei Milchkaffee und einer hervorragenden Zimtschnecke auf.

Tag 3: Weiter geht es zum Lofoten-Traum

Am nächsten Tag ging es weiter über Brücken, entlang klarer Seen und kleiner Fjorde – allein die Fahrt war ein Erlebnis. Mein Ziel: die Lofoten Cottages am Nusfjord, einem der ältesten und best­erhaltenen Fischerdörfer Norwegens. Zwischen steilen Felsen, einer ruhigen Bucht und den typischen roten Rorbuer wirkt der Ort wie aus der Zeit gefallen.

Ich wohnte in einer traditionellen roten Fischerhütte, einer sogenannten Rorbuer, direkt am Wasser. Schon beim Betreten der Hütte wusste ich: Hier möchte ich bleiben. Da ich erst im Dunkeln ankam, wurde mir die Schönheit des Ausblicks erst später bewusst. Als ich am nächsten Morgen die Aussicht entdeckte, war ich mehr als nur sprachlos. 

Innenaufnahme eines historischen norwegischen Kaufmannsladens auf den Lofoten mit alten Regalen, Kassen, Retro-Werbeschildern und traditionellen Waren. Das Bild zeigt eine authentische Museumsatmosphäre aus früheren Zeiten.

Tipp für den Nusfjord

Am Nusfjord sollten Sie unbedingt den Landhandel-Kaufmannsladen besuchen, der einen in alte Zeiten zurückversetzt. Man kann dort neben vielen norwegischen Produkten und Souvenirs auch Zimtschnecken und guten Kaffee bekommen. Ein idealer Ort um zu stöbern!

Tag 4: Entspannung in der Sauna

Am nächsten Tag besuchte ich meinen absoluten Lieblingsladen: den kleinen Landhandel-Kaufmannsladen – ein Ort voller Charme und nostalgischer Details.

Nach so viel Abenteuer war es Zeit für Entspannung. Ich fuhr zur Sauna beim Reinefjorden Sjohus. Für etwa 1,5 Stunden hatte ich sie ganz für mich allein – inklusive Dusche, Toilette und direktem Zugang zum Fjord. Nach ein paar Saunagängen wagte ich den Sprung ins eiskalte Wasser. Ein unglaubliches Gefühl! Abends aß ich im Anita’s Seafood in Reine – ein stilvolles Restaurant mit tollem Blick auf den Hafen. Auch als Vegetarierin wurde ich dort fündig: Der Veggie-Burger war super!

Am Abend erlebte ich dann noch ein weiteres Highlight: die Nordlichter. Sie zogen leuchtend über den Himmel und spiegelten sich im ruhigen Wasser – ein magischer Anblick, der den Tag perfekt abgeschlossen hat.

Rote Rorbuer-Fischerhütten auf den Lofoten stehen direkt am Wasser, daneben flaches Seegras und Felsen im Vordergrund. Im Hintergrund sind Berge und ein ruhiger Fjord unter bewölktem Himmel zu sehen. Die Szene zeigt typische norwegische Küstenlandschaft.

Tag 5: Vom Fischerort Hamnøy bis zur Hauptstadt Svolvær

Am nächsten Morgen, kurz vor meiner Abreise, gönnte ich mir im Arctic Spa in Nusfjord eine Massage mit Blick auf die Felsen und das Meer. Der Raum war liebevoll eingerichtet, die Atmosphäre ruhig – und die Massage genau das, was ich gebraucht habe, um noch einmal vollständig abzuschalten.

Von Nusfjord führte mich meine Route weiter Hamnøy, einem der meistfotografierten Orte der Lofoten. Die Landschaft dort hat mich so überzeugt. Die Rorbuer Hütten vor den hohen Felsen sind ein echtes Postkartenmotiv! Anschließend ging es nach Svolvær, die lebhafte Hauptstadt der Inselgruppe. Hier kann man wunderbar durch den Hafen spazieren, Bootstouren unternehmen oder die Umgebung erwandern. Besonders empfehlenswert: eine Seeadlersafari zum Trollfjord. Auch Wanderfreunde kommen rund um Svolvær auf ihre Kosten: Der Aufstieg auf den Fløya bietet fantastische Ausblicke auf Stadt und Fjorde. 

Tag 6: Wanderung auf den Tjeldbergtinden

Nach dem leckeren Frühstück bei einer tollen Aussicht zog es mich in die Natur, denn ich wollte auf den Tjeldbergtinden wandern, einen meiner liebsten Aussichtspunkte auf den Lofoten. Der Aufstieg war zwar steil, aber der Ausblick über die Inseln, Seen und das Meer entschädigte für jede Anstrengung. 

Wichtig im Herbst: das Wetter kann umschlagen, weswegen eine gute Regenjacke, Wanderschuhe und eine Fleecejacke definitiv zu empfehlen sind.

Tag 7: Henningsvær – Das kleiner Künstlerdorf im Meer

Auf meinem Rückweg nach Harstad legte ich am letzten – typisch norwegisch verregneten – Tag noch einen Stopp in Henningsvær ein, einem charmanten Fischerdorf voller kleiner Boutiquen, Galerien und gemütlicher Cafés. Ich stöberte durch Wollläden, kaufte ein paar lokale Souvenirs im Mors Hus und gönnte mir in einem kleinem Café einen Kaffee mit Blaubeerkuchen. Henningsvær ist der perfekte Ort, um noch einmal durchzuatmen und die Lofoten auf sich wirken zu lassen, bevor es wieder nach Hause geht.

Übernachtet habe ich anschließend in Harstad, in der Nähe des Flughafens.

Fazit

Die Lofoten im Herbst sind ein Geheimtipp. Weniger Touristen, warme Farben, klare Luft und mit etwas Glück tanzen sogar die Nordlichter am Himmel. Ob Wandern, Wellness, Whale Watching oder einfach Stille genießen: Diese Reise bietet die perfekte Mischung aus Abenteuer und Erholung. Ich würde sie jederzeit wieder machen und kann sie jedem empfehlen, der Norwegen von seiner authentischen Seite erleben möchte.

Hier geht es zur Reise