England lässt sich gut über seine Städte kennenlernen. In London treffen königliche Geschichte und moderne Stadtviertel aufeinander, in Bath prägen römische Bäder und georgianische Architektur das Bild. York und Canterbury erzählen von Mittelalter und Pilgerwegen, während Liverpool, Manchester und Bristol für Musik, Industriegeschichte und neue Kultur stehen.
Zu den schönsten Städten Englands zählen außerdem Oxford und Cambridge. Beide sind eng mit ihren traditionsreichen Universitäten verbunden, unterscheiden sich aber deutlich in Atmosphäre und Stadtbild. Dadurch eignet sich die Auswahl sowohl für erste Englandreise als auch für eine Rundreise abseits der bekannten Klassiker.
- Neun sehenswerte Städte in England
- Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten im Überblick
- Ideen für unterschiedliche Englandreisen
- Tipps zur Reisezeit und Routenplanung
London: Die vielfältige Hauptstadt
London besteht nicht nur aus berühmten Sehenswürdigkeiten, sondern aus vielen Stadtviertel, die jeweils einen eigenen Charakter haben. Zu den wichtigsten Stationen gehören der Tower of London, Westminster Abbey, Buckingham Palace und die Museen rund um South Kensington. Ein Spaziergang entlang der Themse führt an bekannten Bauwerken wie dem Palace of Westminster, der Tate Modern und der Tower Bridge vorbei. Viertel wie Greenwich, Notting Hill, Hampstead oder Shoreditch zeigen weitere Seiten der Stadt.
Bath: Römische Bäder und georgianische Eleganz
Das Stadtbild von Bath wird von honigfarbenem Kalkstein und georgianischen Häuserzeilen geprägt. Die Römischen Bäder erinnern an die lange Geschichte der Stadt als Kurort, während der Royal Crescent und The Circus zu den bekanntesten Architekturensembles Englands gehören. Da das Zentrum kompakt ist, lassen sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erkunden. Bath passt besonders gut in eine Rundreise durch Südwestengland und lässt sich mit Bristol oder der Landschaft der Cotswolds verbinden.
York: Mittelalterliche Gassen und mächtige Stadtmauern
York vereint römische, angelsächsische, wikingerzeitliche und mittelalterliche Geschichte auf engem Raum. Über der Altstadt erhebt sich das York Minster, während die schmale Straße The Shambles für ihre historischen Fachwerkhäuser bekannt ist. Von der begehbaren Stadtmauer eröffnen sich immer wieder Blicke über Dächer, Gärten und Kirchtürme. Sehenswert sind außerdem das National Railway Museum und das JORVIK Viking Centre. York ist ein guter Ausgangspunkt für weitere Reisen durch Nordengland.
Oxford: Eine Stadt rund um ihre Colleges
Oxford ist eng mit seiner Universität verbunden, besteht aber keineswegs nur aus Hörsälen und Bibliotheken. Beim Spaziergang durch das Zentrum liegen Colleges, Innenhöfe und historische Gebäude dicht beieinander. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören die Bodleian Library, die Radcliffe Camera und Christ Church. Vom Turm der University Church of St Mary the Virgin reicht der Blick über die Dächer der Stadt. Buchhandlungen, Pubs und kleine Museen geben Oxford zugleich eine lebendige, alltägliche Seite.
Cambridge: Universitätsgeschichte am River Cam
Cambridge wirkt grüner und etwas ruhiger als Oxford. Viele der bekannten Colleges liegen am River Cam, dessen Uferbereiche als „The Backs“ bezeichnet werden. Eine Fahrt mit einem flachen Stocherkahn eröffnet den Blick auf historische Brücken, Gärten und Collegegebäude. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen King's College Chapel, Trinity College und das Fitzwilliam Museum. Cambridge eignet sich als eigenständiger Stadtaufenthalt oder Ergänzung zu einer Reise durch Ostengland.
Canterbury: Englands traditionsreiche Pilgerstadt
Im Zentrum Canterburys steht die Kathedrale, die im Jahr 597 gegründet wurde und heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Sie ist Sitz des Erzbischofs von Canterbury und seit dem Mittelalter ein bedeutendes Pilgerziel. Rund um die Kathedrale führen schmale Straßen an historischen Häusern, kleinen Geschäften und alten Stadttoren vorbei. Ergänzend lohnen sich die Ruinen der St Augustine's Abbey und ein Spaziergang am River. Canterbury lässt sich gut mit London und der Grafschaft Kent verbinden.
Bristol: Hafen, Street-Art und große Ingenieurskunst
Bristols Geschichte ist eng mit seinem Hafen verbunden. Im Floating Harbour liegt die SS Great Britain, eines der bekanntesten Schiffe des Ingenieurs Isambard Kingdom Brunel. Von ihm stammt auch die Clifton Suspension Bridge über der Avon Gorge. In Stokes Croft, Bedminster und rund um den Hafen stößt man auf großformatige Wandbilder, darunter Arbeiten von Banksy. Alte Speicher beherbergen heute Museen, Restaurants und Kulturorte.
Liverpool: Am Ufer des Mersey
Liverpool wurde durch seinen Hafen groß und später durch seine Musik weltbekannt. Am Pier Head stehen das Royal Liver Building, das Cunard Building und das Port of Liverpool Building. Wenige Schritte weiter liegen das Royal Albert Dock, das Museum of Liverpool und The Beatles Story. Eine Fahrt mit der Mersey-Fähre bietet einen guten Blick auf die Silhouette der Stadt.
Manchester: Fabriken, Fußball und Musik
In Manchester erinnern Backsteinbauten, Kanäle und ehemalige Lagerhäuser an die Zeit der Industrialisierung. Die John Rylands Library, das Science und Industry Museum und das People's History Museum beleuchten unterschiedliche Kapitel der Stadtgeschichte. Im Northern Quarter liegen unabhängige Geschäfte, Plattenläden, Cafés und Musikclubs. Fußballfans können das National Football Museum sowie die Stadien von Manchester United und Manchester City besuchen.