Skandinaviens Nationalparks – Naturschätze, Wildnis & inspirierende Reisetipps

Reisen nach Skandinavien entdecken

Skandinavien steht wie kaum eine andere Region Europas für unberührte Natur, klare Luft und endlose Weite. Zwischen schroffen Fjorden, glitzernden Seen und tiefen Wäldern liegen einige der schönsten Nationalparks Europas - perfekt für Wanderer, Naturfreunde und Ruhesuchende. 

Ob Sie Elche beobachten, unter der Mitternachtssonne wandern oder Polarlichter bestaunen wollen – in Skandinaviens Nationalparks finden Sie all das. In diesem Urlaubsratgeber stellen wir Ihnen die schönsten Nationalparks in Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland vor und verraten, welche Insidertipps Sie nicht verpassen sollten. 

Panoramablick auf die Berglandschaft im Jotunheimen-Nationalpark in Norwegen mit tief eingeschnittenem Tal und blauem See. In einer zweiten Szene stürzen Wasserfälle im Rondane-Nationalpark über felsige Klippen – beeindruckende Naturziele für Rundreisen in Skandinavien.

Norwegens Nationalparks

1 Jotunheimen Nationalpark

Der Jotunheimen Nationalpark gilt als das spektakulärste Gebirge Norwegens - ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde. Zwischen schroffen Gipfeln, Gletschern und türkisblauen Seen wie Gjende und Bessvatnet ragen Norwegens höchste Berge, der Galdhøpiggen und der Glittertind, in den Himmeln. Die berühmte Besseggen-Gratwanderung zählt zu den schönsten Routen Europas und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Seenlandschaft. Im Sommer locken lange Tage, blühende Täler und klare Bergluft, im Winter Skitouren und gefrorene Gletscheer. Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und September, wenn die Wege schneefrei und die Berghütten geöffnet sind. 

2 Rondane Nationalpark

Der Rondane Nationaloark ist Norwegens ältester und wohl stillster Nationalpark - ein Ort für alle, die die Ruhe der Berge suchen. Zwischen weichen Gipfeln, klaren Bergseen und weiten Tälern entfaltet sich eine Landschaft von schlichter, eindringlicher Schönheit. Der Rondeslottet, mit 2.178 Metern der höchste Gipfel bietet weite Ausblicke über die graublauen Berge. Mit etwas Glück können Sie hier wilde Rentiere, die durch die karge Fjelllandschaft ziehen. Rondane ist leicht erreichbar, bestens markiert und ideal für Einsteiger wie erfahrene Wanderer. Besonders im Spätsommer, wenn sich die Heide rötlich färbt zeigt sich der Park von seiner schönsten Seite. 

Im oberen Bild fließt ein Gletscher durch ein grünes Tal in Norwegen, umgeben von Bergen. Im unteren Bild zeigt sich eine tiefe Fjordlandschaft mit steilen Felswänden und einem Fluss im Tal – typische Highlights für Rundreisen in Skandinavien.

3 Hardangervidda Nationalpark

Die Hardangervidda ist Norwegens größte Hochebene und eines der letzten echten Wildnisgebiete Europas. Über 3.000 Quadratkilometer weit breitet sich eine raue, offene Landschaft aus, in der sich Seen, Moore und Felsen endlos erstrecken. Hier leben noch große Herden wilder Rentiere, und am Horizont glänzt der mächtige Hardangerjøkulen-Gletscher. Der Park ist ein Traumziel für Wanderer und Naturliebhaber: Der Vøringsfossen-Wasserfall stürzt 180 Meter in die Tiefe, und von Finse aus lassen sich Gletscher- und Hochlandwanderungen unternehmen. Die Hardangervidda ist ein Ort für jene, die Weite, Wind und Stille suchen – eine Landschaft, die Demut lehrt und Freiheit schenkt. Die beste Reisezeit ist von Juli bis September, wenn die Sonne das Fjell in goldenes Licht taucht und Norwegens Wildnis in voller Pracht erblüht.

4 Jostedalsbreen Nationalpark

Der Jostedalsbreen Nationalpark ist die Heimat des größten Gletschers des europäischen Festlands und ein faszinierendes Symbol für Norwegens wilde Natur. Über mächtige Eiszungen wie den Nigardsbreen und Briksdalsbreen gelangt man direkt an das leuchtend blaue Eis - ein unvergessliches Erlebnis für Wanderer und Naturfreunde. Das Donnern abbrechender Eismassen und das tiefe Grollen des Gletschers machen den Park zu einem Ort, an dem man die Kraft der Natur spüren kann. Im Sommer bieten geführte Gletscherwanderungen sichere Einblicke in die einzigartige Eiswelt. Die beste Reisezeit ist von Juni bis September, wenn das Eis in der Mitternachtssonne schimmert und die umliegenden Täler in sattem Grün erstrahlen. 

Schwedens Nationalparks

Ein türkisfarbener Fluss strömt durch eine felsige Schlucht im Abisko-Nationalpark in Schweden. Umgeben von rauer Natur und grünen Hügeln zeigt die Landschaft die unberührte Wildnis Nordschwedens – ideal für Natur- und Rundreisen in Skandinavien.

Abisko Nationalpark

Der Abisko Nationalpark in Schwedisch Lappland ist ein Ort, an dem Natur und Himmel verschmelzen. Bekannt für seine spektakulären Nordlichter und die klare Luft zieht er Besucher das ganze Jahr über in seinen Bann. Im Sommer kann der Nationalpark über Wanderwege, die an tiefen Schluchten und wilden Flüssen vorbeiführen erkundet werden. Der berühmte Kungsleden, einer der schönsten Fernwanderwege Europas, beginnt hier – umgeben von stillen Tälern und der markanten Silhouette des Lapporten, dem „Tor Lapplands“. Besonders eindrucksvoll ist der Park im Herbst, wenn die Fjelllandschaft in leuchtendem Rot und Gold erstrahlt. Ob Nordlichter, Mitternachtssonne oder pure Stille – Abisko steht für die ganze Magie des Nordens.
 

Dänemarks Nationalparks

Weite Dünenlandschaft im Thy Nationalpark an der dänischen Nordseeküste unter warmem Licht. In einer zweiten Szene zeigt sich die hügelige Heidelandschaft der Rebild Bakker bei Nacht mit klarem Sternenhimmel – typische Naturerlebnisse in Dänemark.

1 Thy Nationalpark

Der Thy-Nationalpark liegt an Dänemarks rauer Nordseeküste und ist ein Paradies für alle, die das Ursprüngliche lieben. Wind, Wellen und Sand haben hier mit der Zeit eine Landschaft geschaffen, die zugleich wild und harmonisch wirkt. Der Park erstreckt sich über 240 km² und umfasst Dünen, Heideflächen, Kiefernwälder und klare Seen. Die offene Weite, das Rauschen der Brandung und der ständige Wind prägen das Erlebnis. Auf Rad- und Wanderwegen lässt sich das Gebiet wunderbar erkunden.

2 Rebild Bakker

Der Rebild Bakker-Nationalpark in Nordjütland ist das Gegenteil der schroffen Küstenlandschaften: sanfte Hügel, grüne Täler und offene Heidelandschaften bestimmen hier das Bild. Besonders im Spätsommer, wenn die Heide blüht, verwandelt sich das Gebiet in ein violettes Meer, das weit über die Hügellandschaft leuchtet. Der Park hat eine besondere Geschichte, denn er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dänischen Auswanderern aus den USA gekauft und später dem dänischen Volk geschenkt. 

Finnlands Nationalparks

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Skandinaviens Nationalparks