“Wales, insbesondere der wilde Norden, ist noch immer ein echter Geheimtipp für all jene, die das Ursprüngliche suchen. Zwischen den majestätischen Gipfeln des Eryri-Nationalparks und den sanft geschwungenen Buchten mit ihren malerischen Fischerdörfern entfaltet sich eine Landschaft von seltener Schönheit und Ruhe. In den abgelegenen Tälern, den sogenannten Dyffryn, scheint die Zeit langsamer zu vergehen, während sich die Natur in ihrer ganzen Vielfalt zeigt. Hier im Land des roten Drachen begegnet man nicht nur eindrucksvollen Panoramen, sondern auch einer tief verwurzelten Kultur, die bis heute lebendig ist und jeden Besucher in ihren Bann zieht.”
Florian, Produktmanager bei Wolters Rundreisen
Unsere Reise nach Nordwales
Im März hatte ich die Gelegenheit, den Norden von Wales intensiver kennenzulernen. Wales, Teil des Vereinigten Königreichs, ist der am dünnsten besiedelte Landesteil und liegt im Westen der Insel Großbritannien. Es grenzt im Osten an England und ist ansonsten von der Irischen See umgeben.
Die Region vereint raue, beeindruckende Landschaften mit malerischen Buchten und charmanten Fischerdörfern – und gilt dabei noch immer als echter Geheimtipp.
Als Produktmanager bei Wolters ist es unser Anspruch, die Qualität unserer Reisen selbst vor Ort zu prüfen. Neben Hotels für unsere Bus- und Autoreisen nehmen wir dabei auch Attraktionen und Erlebnisse unter die Lupe, die wir in unsere Programme integrieren.
Tag 1
Nach meiner Ankunft am Flughafen Manchester wurde ich von unserer lokalen Agentur empfangen, die mich während der gesamten Reise begleiten sollte. Nachdem wir den Mietwagen übernommen hatten, ging es direkt in Richtung Wales.
Noch auf dem Weg legten wir einen ersten Stopp bei Arley Hall & Gardens ein. Das Herrenhaus liegt malerisch in der nordenglischen Landschaft südlich von Manchester und erlangte unter anderem durch die Serie Peaky Blinders Bekanntheit. Besonders die Gartenanlagen und Innenräume dienten dort als Filmkulisse.
Frisch gestärkt setzten wir unsere Reise fort und erreichten schließlich Conwy im Norden von Wales. Die imposanten Ruinen von Conwy Castle, einst eines der größten und mächtigsten Schlösser des Landes, hinterließen einen bleibenden Eindruck. Bei einem Rundgang konnten wir die Anlage näher erkunden.
Ein weiteres Highlight war das kleinste Haus von Wales, das sich ebenfalls in Conwy befindet.
Am Abend checkten wir im Dunoon Hotel in Llandudno ein. Das typisch walisisch eingerichtete Haus überzeugt mit großzügigen Zimmern und einer ausgezeichneten Küche.
Tag 2
Nach einem klassischen walisischen Frühstück begann der Tag in Llandudno mit einem ersten Höhepunkt. Der Great Orme Pass führt rund um den gleichnamigen Hausberg der Stadt. Ob mit der historischen Zahnradbahn oder mit dem Auto – die Strecke bietet spektakuläre Ausblicke auf die Küste und erste Eindrücke der Berge des Eryri-Nationalparks in der Ferne.
Anschließend ging es weiter nach Beaumaris auf der Isle of Anglesey. Das charmante Küstenstädtchen ist vor allem für sein Castle bekannt. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir hier eine entspannte Mittagspause mit Blick aufs Wasser.
Ein kurzer Abstecher führte uns zum Trwyn Penmon Point, von wo aus sich ein wunderschöner Blick auf Puffin Island bietet.
Am Nachmittag besuchten wir die Halen Môn – Anglesey Sea Salt Company. Während einer rund einstündigen Führung erhielten wir spannende Einblicke in die Herstellung des regionalen Meersalzes. Beim anschließenden Tasting konnten wir verschiedene Sorten probieren – von Chili- und Knoblauchsalz bis hin zu geräucherten Varianten.
Den Abend verbrachten wir in Caernarfon. Nach dem Check-in im Hotel erkundeten wir die Altstadt und besichtigten das beeindruckend beleuchtete Castle – ein stimmungsvoller Abschluss des Tages.
Tag 3
Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der Natur. Der Eryri-Nationalpark ist das größte Schutzgebiet in Wales und beeindruckt mit seiner wilden, teils kargen Landschaft.
Unser erster Halt war Llanberis. Dort verschafften wir uns einen Eindruck von der Snowdon Mountain Railway, die Besucher in etwa zweieinhalb Stunden auf den höchsten Berg von Wales bringt. Die Strecke führt durch eine eindrucksvolle Berglandschaft und bietet atemberaubende Ausblicke über den Norden des Landes.
Weiter ging es über den Pen-y-Pass nach Betws-y-Coed. Der kleine Ort ist vor allem für seinen historischen Bahnhof bekannt, der kostenlos besichtigt werden kann.
Zum Abschluss des Tages besichtigten wir in Llangollen ein weiteres Hotel, das uns insbesondere durch seine idyllische Lage überzeugte.
Tag 4
Am letzten vollen Tag erwartete uns noch einmal ein abwechslungsreiches Programm.
Ein besonderes Highlight war das Pontcysyllte-Aquädukt, ein UNESCO-Weltkulturerbe. Die eindrucksvolle Konstruktion fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und eignet sich hervorragend für einen Spaziergang. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann auch einen Rundwanderweg nutzen und das Bauwerk aus verschiedenen Perspektiven erleben.
Anschließend führte uns die Route über den Horseshoe Pass durch die reizvolle Landschaft der Clwydian Range & Dee Valley National Landscape nach Chester.
Dort besichtigten wir zunächst das Macdonald Craxton Wood Hotel & Spa, das wir für unsere Autoreisen nutzen. Besonders hervorzuheben sind die weitläufige Gartenanlage und der moderne Spa-Bereich.
Im Anschluss erkundeten wir die historische Altstadt von Chester. Neben der imposanten Kathedrale zählt auch die berühmte Uhr zu den Sehenswürdigkeiten, die wir uns – besonders stimmungsvoll – noch einmal bei Dunkelheit ansahen.
Ein Tipp für Genießer: Der Chester Market bietet eine große Auswahl internationaler Küche und ist ideal für alle, die sich kulinarisch nicht festlegen möchten.
Tag 5
Am letzten Tag standen noch einige Hotelbesichtigungen auf dem Programm. Unsere Reise begann in Liverpool, das ich bereits zum zweiten Mal dieses Jahr besuchte. Neben unserem Gruppenhotel, dem Ibis Styles Liverpool Dale Street, schauten wir uns auch weitere potenzielle Hotels an.
Ein kurzer Stopp bei der Beatles-Statue durfte natürlich nicht fehlen – ein Erinnerungsfoto war hier Pflicht.
Zum Abschluss ging es weiter nach Manchester, das unter anderem für sein Wahrzeichen, die Biene, bekannt ist. Nach einer letzten Hotelbesichtigung trat ich schließlich die Heimreise über Frankfurt nach Bremen an.