Eine Reise ins magische Lappland

Unsere Reise ins Northern Lights Village Pyhä, Finnland

Was kommt Ihnen als erstes in den Sinn, wenn Sie an Finnisch Lappland denken?
Bei mir war es eine verträumte, verschneite Winterlandschaft mit schnee-bedeckten Tannen, nach einer abenteuerliche Huskyschlittenfahrt am Lagerfeuer aufwärmen und das Beobachten von Nordlichtern in einer kalten, sternenklaren Nacht.

Schlussendlich war es das und noch vieles mehr. Was alles, erfahren Sie in unseren Erfahrungsbericht. 

Ziel unserer Reise war es, nicht nur selbst die Schönheit Lapplands zu erleben, sondern auch Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich von seiner Magie verzaubern zu lassen. Das möchten wir durch unsere mitreißenden Videos, die wir vor Ort gedreht haben, erreichen.
Wir möchten Ihnen die einzigartige Atmosphäre dieses Ortes näherbringen und Ihnen einen Vorgeschmack auf das unvergleichliche Erlebnis einer Lapplandreise bieten. Begleiten Sie uns auf dieser Reise und lassen Sie sich von den atemberaubenden Momenten inspirieren, die wir in Finnisch Lappland erlebt haben.

Janina von Wolters Rundreisen und Tanja Zoellner, freiberufliche Videographin, nehmen Sie mit auf unser Abenteuer in Lappland. 

Link Polarsteps Finnisch Lappland Wolters Rundreisen

Tag 1 - Hinflug und Ankunft im Northern Lights Village

Am Morgen des 4. Februars ging es früh um 6.00 Uhr für uns los vom Hamburger Flughafen, über Helsinki nach Rovaniemi.

Schon bei der Landung in Helsinki und danach in Rovaniemi konnten wir das wunderschöne Winterwunderland erahnen. Beim Hinaustreten in die Kälte sahen wir direkt auf schneebedeckte Tannen.

  • Wir flogen mit Finnair

  • Wunderschöner Blick aus dem Flugzeug

  • Einstieg ins Flugzeug nach Rovaniemi

Nachdem wir am frühen Nachmittag in Rovaniemi ankamen, holten wir am Flughafen unseren Mietwagen ab. Wir fuhren direkt los, denn wir hatten am Abend unseren ersten Ausflug im Northern Lights Village gebucht.

Wir hielten zwei Mal kurz an. Zuerst an einem zugefrorenen See auf dem wir eine Gruppe beobachten konnten, die ein Loch zum Eisfischen in die dicke Eisschicht bohrte. Das zweite Mal stoppten wir an einem fließenden Fluss – wie sich später herausstellte war es der einzige nicht zugefrorene auf der gesamten Reise.  

Gegen 17.00 Uhr kamen wir im Northern Lights Village Pyhä an und checkten ein. Bevor wir zu Abend aßen, lernten wir Laszlo, den Manager vom Northern Lights Village in Pyhä, kennen.

Die Anlage wurde im Dezember 2023 neu eröffnet und verfügt über 49 Wohneinheiten. Im Northern Lights Village in Pyhä gibt es verschiedene Unterkunftsarten, die wir Ihnen an Tag zwei vorstellen.

  • Der charakteristische Eingang des Northern Lights Villages

  • Im Restaurant gibt es Buffet und tagsüber allerlei Leckeres

  • Das abwechslungsreiche Buffet ist im Preis inkludiert

Was man alles im Northern Lights Village machen kann

Im Northern Lights Village kann neben den angebotenen Ausflügen allerhand ausgeliehen werden, bspw. Langlauf-Skier, Schneeschuhe, Motorschlitten für Kinder und auch Holzschlitten..

Jeder Gast wird am Anfang seines Aufenthalts mit Schneeanzügen, wasser- und schneefesten Boots sowie Handschuhen ausgestattet.

Im schönen Restaurant gibt es leckere Marshmallow-Schokolade, Essen vom Buffet oder ala Card. Wer keine eigene, private Sauna in seiner Unterkunft hat, kann sich eine der Saunas unten im Wald mit Hot Pool mieten. Die zwei Saunen haben ebenfalls das charakteristische Glasdach und bieten einen wundervollen Blick in den Wald.
Die hauseigenen Rentiere können jederzeit besucht werden.

  • Jeder Gast bekommt kostenlose Winterkleidung

  • Es gibt zwei Saunen, die an der Rezeption gemietet werden können

  • Marshmallow-Schokolade mit Blick auf das idyllische Village

Aurora Hunting mit Schneeschuhen

Im Anschluss an das Abendessen haben wir direkt den Ausflug "Aurora Hunting mit Schneeschuhen" mitgemacht.

Wir bekamen einen Schneeanzug und Boots, beides waren wirkliche Lebensretter. Danach ging es in die Schneeschuhe. Wir waren eine gemischte Gruppe von zehn Leuten.

Nach einer, für manche mehr für andere weniger, anstrengenden Strecke durch den Tiefschnee sind wir in einem Tipi zum Heißgetränk und Marshmallows grillen eingekehrt. Das Lagerfeuer wurde von Guide Oscar entfacht und es gab neben Keksen auch nette Gespräche am wohlig warmen Lagerfeuer.

Zurück ging es dieses Mal nicht durch den Tiefschnee, sondern auf befestigten Loipen für Langlaufskier.

Tag 2 - Rentier-Safari & Nordlichter Jagd

Rentier-Safari

Am nächsten Morgen ging es auf eine 2,5 stündige Rentier-Safari. Zuerst durften wir einige Rentiere mit Moos füttern und die jungen Rentiere kennenlernen. Unser Guide, dessen Familie seit unzähligen Generationen Rentier-Farmer ist, weihte uns nach und nach in die Welt der Rentiere ein.
Danach fuhren wir eine Stunde in den Schlitten durch die verschneiten Wälder. Das Leitrentier war gerade frisch aus der Rentier-Academy zurück (diese geht ganze 3 Jahre). Das merkte man auch! Etwas eigenwillig und stur wollte es immer mal wieder rechts abbiegen und doch lieber noch auf Essenssuche gehen. Die Rentierschlitten sind mit einer Leine aneinandergebunden. Der Guide hatte aber alles in Griff und die Rentierfahrt war sehr gemütlich. Wir wurden mit Decken zugedeckt und saßen auf Rentierfell, sodass einem immer warm war.

Wir fuhren eine lange Strecke durch die Wälder und sahen dabei wilde Rentiere. Gegen Ende kam sogar die Sonne durch und schien durch die verschneiten Tannen.

Um uns aufzuwärmen, kehrten wir in eine Hütte auf der Farm ein, wo es unfassbar leckere Suppe aus frisch gesammelten Waldpilzen und einen heißen Apfeltee bei weiteren emotionalen und spannenden Geschichten über Rentiere gab. Wusstet ihr, dass die Rentiere im Sommer in freier Wildbahn leben und freiwillig im Winter zurück auf die Farm kommen, um Unterschlupf zu suchen?

Videoaufnahmen im Northern Lights Village

Nach unserer Rentiersafari ging es zurück ins Northern Lights Village, um dort unsere Drohnenaufnahmen und Videoaufnahmen am Boden sowie in den Cabins zu machen.

Es gibt die folgenden Unterkunftsmöglichkeiten im Northern Lights Village Pyhä:

Die 10 Aurora Suiten bieten mit ihrer klassischen Dachform auf 44 qm neben einem Bett unter dem Sternenhimmel, einen Kamin, ein Sofabett und einem großzügigen Bad auch eine eigene, private Sauna.

Eine weitere, etwas kleinere Variante ist die Aurora Cabin. Es gibt 15 von ihnen und sie sind fast identisch zu den Aurora Suites, nur haben sie keine eigene Sauna und verfügen über kein Sofabett. Sie sind 29 qm groß. Beide Unterkünfte liegen in der Nähe des Hauptgebäudes und werden von einer kleinen Waldfläche separiert.

Die Sky View Lodges sind in einem länglichen Komplex angesiedelt und bieten neben 35 qm Fläche ebenfalls ein beheizbares Dach und ein Schlafsofa.

Bei allen drei Unterkünfte kann man das Glasdach beheizen, sodass man trotz Schnee einen herrlichen Blick auf den arktischen Himmel hat. Eines haben alle Unterkünfte gemeinsam - man kann über ein Tablet den Nordlichtalarm aktivieren und Ausflüge buchen.

  • Die Aurora Suite bietet neben einem atemberaubenden Blick auch eine private Sauna

  • Die etwas kleinere, aber nicht weniger schöne Aurora Cabin

  • Die Sky View Lodge ist die dritte, schöne Unterkunftsvariante

Aurora Hunting im beheizten Schlitten

Am Abend des zweiten Tages ging es gegen 20.30 Uhr los zur nächsten Aurora Jagd

Dieses Mal hatten wir uns für eine gemütlichere Variante mit beheizten Schlitten entschieden und so stiegen wir in die 6er-Schlitten, die je von einem Schneemobil gezogen werden.

Mit ca. 20km/h ging es durch die dunklen, verschneiten Wälder, bis die Guides plötzlich anhielten und wir schon hörten, dass Nordlichter zu sehen sind. Schnell stiegen wir aus – bevor man wusste, was geschieht, ging der junge Mann, der vor uns im Schlitten saß, auf die Knie und hielt um die Hand seiner Begleiterin an. Ich musste etwas schmunzeln.

Nordlichter kann man am besten durch die Kameralinse erkennen. Wir hatten uns alle vorher informiert, wie die passenden Kameraeinstellungen sein müssen und Apps für die Handys heruntergeladen. Auch bei unseren Nordlichtern erkannte man anfangs mit bloßem Auge nur einen hellgrauen, leicht grünen Schimmer.
An unserem ersten Spot verbrachten wir ca. 45 Minuten. Wir hatten Glück, dass uns die Nordlichter so lange beehrten, oftmals sind sie nach wenigen Minuten wieder weg. Super ist auch, dass die Guides professionelle Fotos von einem machen und uns Tipps für unsere eigenen Fotos gaben. Zurück im Schlitten fuhren wir weiter Richtung Tipi mit Lagerfeuer. Während sich die meisten Teilnehmer, durchgefroren von den vorherigen 45 Minuten – es waren immerhin -35 Grad Celsius – in dem Tipi aufwärmten, hielten wir uns weiterhin draußen auf um Fotos zu machen, denn es gab immer noch Nordlichter am Himmel.

Nach dem kurzen Aufwärmen mit einer Tasse Tee am Lagerfeuer, fuhren wir glücklich zurück ins Northern Lights Village.
 

Nordlichter im Northern Lights Village

Doch das war noch nicht alles.
In der Nacht gegen 2.00 Uhr wurde es noch einmal richtig hell und wir sahen Nordlichter direkt aus dem Fenster unserer Sky View Lodge. Wahnsinn!

Tag 3 - Husky-Safari und Schneemobilfahrt

Huski-Safari

Der dritte Tag startete direkt mit einem weiteren Highlight, auf das wir uns ehrlicherweise am meisten freuten – der 2-stündigen, privaten Huskysafari.

Wir wurden von einem Guide zur Huskyfarm von Icarus Outdoors gefahren, lernten den Besitzer kennen und ohne Umschweife liefen wir direkt zu den Huskys, die schon an zwei Schlitten angespannt waren. Normalerweise sind sechs Hunde angespannt, aber unser Schlitten hatte nur fünf Hunde, da der letzte sehr groß war und für zwei zog. Dieser Hund wurde auch einer meiner besten Freunde und holte sich andauernd Kuscheleinheiten ab.

Ich durfte als erstes fahren und lenken. Nach einer kurzen Einweisung (immer die Bremse betätigen), ging es schon los. Die Hunde bellten aufgeregt – sie wollten endlich loslegen. In der Sekunde, in der ich das Gewicht von der Bremse auf die Kufen verlagerte, fuhren wir schon los.
Es war leichter als gedacht, die Hunde wussten genau, wohin sie sollten, und folgten dem Schlitten des Besitzers vor uns. Wir fuhren 30 Minuten durch die verschneite Landschaft, bis wir in einem Tundra-Gebiet ankamen und eine kurze Pause einlegten. Es war witzig zu beobachten, dass die Hunde sobald sie standen, frustriert in den Schnee bissen oder sich wälzten. Sie wollten keine Pause machen und am liebsten weiterlaufen. Während ich auf der Bremse stehen musste, damit der Schlitten nicht von dannen fährt, machten die anderen Filme und Bilder. Die Drohne wurde ausgepackt, gestartet und weiter ging es mit der Fahrt.

Angekommen an der Farm wurden die Hunde gefüttert und wir schmusten noch einmal mit ihnen, bevor wir uns verabschiedeten. Als wir aus dem Gatter gingen, kam uns eine kleine Hundedame schwanzwedelnd entgegen – zuerst dachte ich, es wäre ein Junghund, aber der Besitzer erzählte, dass sie bereits sechs Jahre alt ist und zu klein für die Huskyschlitten ist. Sie begrüßt immer alle, wenn sie von ihrer Safari zurückkommen. Ich hätte sie am liebsten mit eingepackt, so süß und lebendig war sie. Wir durften noch einem vier Monate alten Welpen „Hallo“ sagen und dann ging es leider schon wieder zurück.

Motorschlittenfahrt

Am Nachmittag hatten wir noch einen weiteren Programmpunkt auf der Agenda, nämlich eine zwei-stündige Fahrt mit dem Motorschlitten, auch Schneemobil genannt. Um 15.00 Uhr starteten wir mit der Einweisung. Mit anfänglichen Bedenken und dem Wissen, alleine einen Motorschlitten zu fahren, starteten wir mit insgesamt vier Schlitten in den verschneiten Wald. Mir wurde nach einer Minute bewusst, dass mein anfänglicher Respekt unbegründet ist. Es ist zwar in den Armen nicht unanstrengend, da man sich mit etwas Gewicht in die Lenkung legen muss, aber es macht einfach tierisch Spaß. Wir fuhren auf befestigten Wegen, viele hatten einen höheren Rand, sodass man sehr leicht die Spur halten konnte.

Als es anfing zu dämmern färbte sich der Himmel leicht rosa. Es sah einfach wunderschön aus. Wer ein weiteres Abenteuer möchte, dem kann ich eine Motorschlittenfahrt nur empfehlen. Ich finde es einfach spannend, wie unterschiedlich man die Landschaft durch wechselnde Fortbewegungsmittel erlebt.

Abschied nehmen 

An Tag vier hieß es Abschied vom Northern Lights Village zu nehmen. Es war einfach ein wunderschönes Abenteuer voll gepackt mit spannenden, abwechslungsreichen Ausflügen und einer wirklich romantischen, einzigartigen Atmosphäre. 

Wir fuhren nach Rovaniemi und statteten dem Weihnachtsmann einen Besuch ab. Dazu erfahrt ihr in diesem Erfahrungsbericht mehr.

Beim Abflug in Rovaniemi konnten wir der magischen Winterlandschaft ein letztes Mal „Tschüss“ sagen und bestaunen.
Und das ist auch das Wort, was die letzten Tage am besten beschreibt: Magisch!